Unterwegs in …

Bibliothekstour

August 14, 2008 · Kommentar schreiben

Nachdem ich gestern meinen Bericht für die Bibliothek fertig schrieb, konnte ich mir heute einen Tag mit Bibliothekstour genehmigen. Leider blieb es mir verwehrt, Bilder  im Innern der Bibliothek zu machen. Das ist nämlich ein ganz heikles Kapitel. Dafür braucht es eine Erlaubnis des Managements oder zumindest eine offizielle Begleitung. Beides konnte ich nicht vorweisen und ich war zu scheu, im Verborgenen Bilder zu machen. Schliesslich will ich es mit dem NLB (National Library Board) nicht an meinem zweitletzten Tag verderben. Ich habe zwar eine Art Bibliotheks-Ausweis, der berechtigt mich aber noch lange nicht, Bilder zu machen.

Auf dem Programm standen heute also die Woodlands Regional Library, die National Library und die Sengkang Community Library. Woodlands musste ich als Vergleich zur Jurong Regional Library vergleichen und hat mir als Bibliothek sehr gut gefallen. Die Bibliothek wirkt sehr gross, hat ansprechende Wandgestaltungen (spezielle Tapete, was aussieht wie grossformatige Bilder) und viele Gruppenräume und Multimediastationen. Sie bieten zudem auch eine Musiklounge mit bequemen Sesseln an. Der Benutzer kann zwischen 6 verschiedenen Musikprogrammen wählen und gleichzeitig in den Magazinen oder Zeitungen lesen.

Die National Library ist ein imposantes Gebäude und noch nicht sehr alt. Äusserlich sieht es eher wie ein Bürokomplex aus. Im Untergeschoss ist die Central Lending Library (Public Library) mit einer speziellen Singapur-Kollektion und auf den Stockwerken sieben bis ca. 14 ist die Reference Library untergebracht. Ich wählte per Zufall gerade das Stockwerk mit den Büchern zu Information/Bibliothek. Ist das ev. ein Wink und Erinnerung an meinen Praktikumsbericht für die HTW?

Weiter ging es in den Osten Singapurs, um die sogenannte Self-Service-Bibliothek zu besichtigen. Dieser Begriff ist eigentlich eine Irreführung. Das Konzept hinter der Bibliothek ist, dass es erstens in einem Shoppingcenter untergebracht ist und keinen Customer Counter anbietet. Der Grund dafür ist, dass die Regierung kein Manpower bzw. Fraupower gesprochen hat und jetzt die Aufrechterhaltung mittels Rotation gewährleistet wird. In einem Turnus kommen Bibliothekarinnen etc. aus anderen Bibliotheken in die Sengkang Community Library. Da ja die Ausleihe sowieso mittels RFID stattfindet und die Registrierung und Bezahlung der Mahnung am E-Kiosk vorgenommen werden kann, fehlt den Benutzern nur einen Infodesk. Bei dringenden Fragen und Problemen kann aber die Concierge Hilfe bieten.

Die Bibliothekstour endetete mit einem Schlussmeeting mit meiner Betreuerin und dem Besuch in einem weiteren Fastfoodstand. Der Fastfood entpuppte sich als unglaublich fein. Das ist halt der Vorteil, wenn man locals kennt. :-)

Ps: Meine Internetverbindung lässt mich gerade im Stich und die spärlichen Fotos konnte ich nicht in den Artikel einfügen. Sorry!

Kategorien: Bibliothek
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