Im Alltag werden mir häufig zwei Fragen gestellt. Die erste ist immer: Wieso ich Singapur als meinen Praktikumsort ausgewählt habe. Gestern verkürzte ich die Antwort auf: It’s the best!
Damit meine ich eigentlich, dass sie ein sehr modernes und innovatives Bibliothekswesen haben. Damit es soweit kommen konnte, änderte der National Library Board die Organisation der Bibliothek grundlegend und sie optimierten die Prozesse unter anderem mit Hilfe von RFID. Die Einzelheiten werde ich euch zu einem späteren Zeitpunkt erläutern.
Die zweithäufigste Frage betrifft mein Alter. Da ich sie lieber schätzen lasse, als die direkte Antwort zu geben, kommt eben das Folgende heraus. Ausnehmend alle ausser eine Person schätzten mich näher an zwanzig als an dreissig. Ich verblüffe dann jeweils meine Gesprächspartner mit der Information, dass ich bereits seit 6 Jahren arbeite. Damit können sie sich dann ausrechnen, wie alt ich bin. Es ist eigentlich nur schon erstaunlich, dass sie sich überhaupt getrauen zu fragen. Das habe ich nicht erwartet und dachte, sie wären in diesen Dingen zurückhaltender.
Mir geht es aber genauso in umgekehrter Weise. Ich finde es wirklich sehr schwierig, das Alter der Asiaten zu schätzen. Glücklicherweise fragen die wenigsten, wie alt ich sie schätze. So komme ich nicht in Verlegenheit.
Kategorien: Bibliothek · Stadt
Mit Tag(s) versehen: Alter, Bibliothekswesen, Grund
Meine Bleibe für 6 Wochen habe ich euch bisher vorenthalten. Eigentlich ist die Wohnung recht gross, eine 6-Zimmerwohnung, welche an einem See im westlichen Teil Singapurs liegt. Natürlich ist es in einem klassischen Block à la Singapur. Denn, ich glaube Einfamilienhäuser findet man hier eher selten. Die Singapurer wohnen nämlich entweder in Hochhäusern von Firmen oder der Regierung. Bei ersteren ist die Infrastruktur etwas besser, ev. noch ein Swimmingpool, dafür aber auch teurer. Bei letzteren kaufen die Bewohner die Wohnung von der Regierung zu einem günstigen Preis. Man sieht eigentlich recht schnell, welche Hochhäuser von der Regierung und welche von Firmen gebaut wurden.
Dadurch, dass ich mein Zimmer selber gesucht habe, liegt es auch nur zwei MRT-Stationen vom Arbeitsort entfernt (ca. 4 Min.). Meine Mitbewohnerinnen haben einen viel längeren Arbeitsweg (ca. 40 Min.), weil ihre Uni in Hongkong die Unterkunft organisiert hat.
Meine kleine Kammer, ca. 2.5 auf 3 m ist nicht klimatisiert und zahle deswegen weniger. Das Zimmer ist ausgestattet mit einem praktischen Bett, welches man auch zum Wäschetrocknen brauchen kann, einen Schrank sowie ein kleines Nachttischli. Und nicht zu vergessen mein treuer Brummer, der mir Wind in die Haare bläst. Damit ihr eine Vorstellung von meiner Zelle habt, wie ich sie liebovoll nenne, hänge ich mal wieder ein paar Impressionen an den Artikel. Enjoy it!
-
-
Meine unaufgeräumte Kammer
-
-
Meine Unterkunft
-
-
Typisches staatliches Hochhaus in Redhill
Kategorien: Stadt
Mit Tag(s) versehen: Unterkunft
Da ich nie Business Englisch hatte und auch das Bibliotheksvokabular nicht so gut kenne, bin ich hier etwas auf die Welt gekommen. Es ist etwas schwierig, wenn man die Fachbegriffe in Englisch nicht kennt und Gespräche mit den Angestellten der Bibliothek führen soll.
Mittlerweile habe ich mir aber ein Voci angeeignet und zudem eine super Seite im Internet gefunden: Library Terminology. Es beinhaltet zwar nicht alle wichtigen Begriffe, ist aber doch nützlich. Beispielsweise fehlt weeding (=Ausscheiden), loan (=Leihe, kommt im Zusammenhang mit Statistik vor) oder shelfing für (=Versorgen).
Kategorien: Bibliothek
Mit Tag(s) versehen: Vokabular